Schatztauchertechnik: Metallsuchgeräte

Wer sich dazu entschließt, verborgenen Schätzen auf den Leib zu rücken, steht irgendwann einmal vor der Entscheidung, sich umfangreiches Zubehör anschaffen zu müssen, das die Arbeit erleichtert. Insbesondere die Anschaffung eines Unterwasser-Metalldetektors ist nicht nur ratsam, sondern – möchte ich schon beinahe sagen – zwingend. Beim Kauf muss gut überlegt werden, welche Anforderungen an das Gerät gestellt werden. Welche Druckfestigkeit muss es haben und welche Eindringtiefe ist erwünscht. Grundsatz sollte sein, so tief wie möglich. Da mich das Schatztaucherfieber voll erwischt hat, nahm ich mir vor, die angebotenen Produkte etwas genauer unter die Taucherlupe zu nehmen. So vertreibt die Firma SECON Sicherheitstechnische Anlagen GmbH verschiedene Suchsysteme, u.a. die Unterwasser-Handsonden UWEX 720 C und UWEX 722 C, die sie mir freundlicherweise für einen Praxistest überlassen hat, sowie die Unterwasser-Metallsuchgeräte 722 T und 725 K sowie Großschleifendetektoren, Tiefensuchgeräte und Magnetometer-Sonden.

Unterwasser-Handsonde UWEX 720 C

Um unter Sand und Schlamm ruhende Metallgegenstände aufzuspüren ist die Handsonde UXEX 720 C das ideale Einsteigermodell. Sie dient zum Auffinden von Metallgegenständen, die sich im Griffbereich des Tauchers befinden. Das Gerät mit einem Suchspulendurchmesser von 145 mm ist einfach zu bedienen und augrund seiner geringen Größe sehr handlich. Es arbeitet nach dem Puls-Induktions-Verfahren, das im Süß- und Salzwasser Verwendung finden kann.
Man führt die Unterwasser-Handsonde horizontal mit gleichmäßigen Bewegungen über den abzusuchenden Grund. Erfasst werden alle Metalle. Die Signalanzeige erfolgt akustisch über einen druckwasserdichten Kopfhörer. Er vermittelt ein klares Tonsignal, aus dessen Intensität, Tonhöhe und der Art des Anzeigeverlaufs Rückschlüsse auf Größe und Entfernung der georteten Metallteile möglich sind. Dort, wo sich der höchste Anzeigeton einstellt, ist der Metallgegenstand verborgen. Hat man einen Gegenstand lokalisiert, so kann die Lage durch vertikales Halten der Suchspule näher eingegrenzt und die Tiefe des Gegenstands durch Anheben und Absenken der horizontal gehaltenen Suchspule abgeschätzt werden. Die richtige und erfolgreiche Interpretation der Anzeigesignale erfordert jedoch etwas Erfahrung. Kleinteile, wie z.B. Münzen, können in einer Entfernung bis zu 25 cm aufgespürt werden, große Metallobjekte sollen nach Herstellerangabe sogar in einer Distanz von 100 cm nachgewiesen werden können.

Unterwasser-Handsonde UWEX 722 C

Das UWEX 722 C ist ein Metallsuchgerät für den Taucheinsatz bis 100 Meter Wassertiefe. Es arbeitet ebenfalls nach dem Puls-Induktions-Verfahren und ist salzwasserkompatibel. Das Gerät hat einen Spulendurchmesser von 20 cm. Es besitzt einen schwenkbaren Spulenkopf, was den Einsatz beim Tauchen komfortabler gestaltet als die feststehende Spule der UWEX 720 C, und kann in einer Kurz- und Langversion eingesetzt werden. Die Handsonde UWEX 722 C kann daher auch bei der Landsuche eingesetzt werden. Sie verfügt auch über eine weitaus höhere Nachweisempfindlichkeit als das UWEX 720 C. Das empfindliche Gerät erfasst alle Metalle, auch kleine Teile aus Bunt- und Edelmetall, die akustisch über Kopfhörer gemeldet werden.

Fazit

Die spezifischen Vorteile der UWEX 722 C gegenüber der UXEX 720 C sind unübersehbar. Jedoch ist die Ortungstiefe der UWEX 722 C so hoch, dass viele Gegenstände mit leichtem Grabungswerkzeug für Taucher nur noch sehr schwierig erreichbar sind. Das Gerät eignet sich daher eher im semiprofessionellen Bereich. Wer lediglich per Hand im Grund wühlen oder an den Badestränden verlorengegangene Ringe, Ketten, Münzen oder Gold finden will, dem würde ich zum Einstieg – schon im Hinblick auf den Anschaffungspreis – die kleine, handlichere UWEX 720 C empfehlen.