Im eisigen Griff der Kälte

Wen der taucherische Griff in die Tiefkühltruhe reizt, der kam im Januar voll auf seine Kosten. Von Sibirien kommend brachte Hoch „Claus“ Ende des Monats extreme Kälte mit zweistelligen Minusgraden nach Deutschland. Während die einen mit triefender Nase, hustend und schnäuzend zu Hause saßen, lockten die eisigen Temperaturen einige Mitglieder unseres Klubs aus ihren warmen Wohnzimmern hervor, denn wenn draußen die Kälte klirrt und die Seen zufrieren, schlägt die Stunde der Eistaucher.

Fast jedes Wochenende machten sich einige hartgesottene Taucher auf den Weg zum Katjasee. Ob Kult oder urgemütliche Tradition sei dahingestellt: Ein Tauchgang unterm Eis gehört zu den ganz besonderen Erfahrungen im Taucherleben. Erstmals wagte auch Julia (im Nassanzug!) den Blick unter die Eisdecke. Die nachfolgenden Bilder versuchen einen kleinen Eindruck von dem Erlebnis zu vermitteln.

 

Vor dem Eistauchen gilt es zuerst einmal, ein entsprechend großes Loch zu schaffen. Es kann niemand sagen, dass es einem beim Eistauchen nicht auch warm werden kann! Das Eis hatte in diesem Winter immerhin eine Stärke von bis zu 35 cm!

 

Fällt Sonnenlicht durch eine klare Eisdecke, so ergibt sich ein einfach unbeschreiblich schönes Licht. Die ausgeatmeten Luftblasen bleiben unter dem Eis gefangen. Sie sehen aus wie flüssiges Metall und ändern ständig ihre Form.

 

Nach dem „Wiedereintritt“ auf die Erdoberfläche gab´s dann für die Frostbeulen einen „kleinen Feigling“. Insgesamt hat der Ausflug zum Katjasee gewaltig Spaß gemacht und die Stimmung war klasse. Auf einen frostigen Winter im nächsten Jahr!

Erstveröffentlichung in „Adlershofer Flossenblätter“ Ausgabe 62/2005.

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