Am 5. Januar 2008 lud der Klub wieder zum alljährlichen Neujahrstauchen an den Katjasee. Anscheinend hielten die meisten Mitglieder noch festen Winterschlaf, denn die Beteiligung war eher zurückhaltend. Die personellen Mindestvoraussetzungen waren jedoch gegeben und so stand einem Tauchgang unters Eis nichts mehr im Wege.
Unsere Aktivitäten erregten die Aufmerksamkeit eines Schlittschuhläufers, der fragte, ob es um diese Jahreszeit nicht zu kalt zum Tauchen sei. Eine berechtigte Frage, denn das Eistauchen ist für mich als Nasstaucher durch zwei Schlüsselmomente geprägt: Kurz nach dem Abtauchen, wenn sich das eisige Wasser seinen Weg zwischen Neopren und Hautschicht den Rücken entlang bahnt und nach dem Auftauchen, wenn ich zitternd, mit halb tauben Fingerkuppen, den Reißverschluss des Anzugs zu öffnen versuche. Aber Kälte kann auch Spaß machen. Wie oft hat man schon die Möglichkeit, einen Schlittschuhläufer von unten zu sehen?
Ich tauchte ab und beobachtete das Spiel der Luftbasen. In großen dunklen Fladen, die ständig ihre Form veränderten, glitt die ausgeatmete Luft an der milchig grauen Eisdecke entlang, immer so, als wüsste sie nicht wohin. Das Erlebnis Eistauchen kann man aber weder richtig gut beschreiben noch fotografisch vermitteln – man muss es einfach erlebt haben! Also bis zur nächsten Eiszeit, hoffentlich wieder mit mehr Mitgliederbeteiligung.
