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	<description>Tauch- &#38; Reiseberichte aus aller Welt ...</description>
	<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 03:59:16 +0000</pubDate>
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		<title>Reisen bei mybestbrands.de</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 16:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunar Bodendiek</dc:creator>
		
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer gerade auf der Suche nach preiswerten Reisen rund um den Globus ist, sollte unbedingt einen Blick auf die Angebote bei mybestbrands.de werfen. Es lohnt sich garantiert.  Kurzurlaube, Städtereisen, Ferienhäuser, Familienurlaub und vieles mehr erwartet Sie zu unschlagbar günstigen Preisen. Seriöse und bekannte Reiseveranstalter und Unternehmen wie TUI, hinundweg.de, Aldi, Expedia.de und andere bieten <a title="Reisen zu unschlagbar günstigen Preisen" href="http://www.mybestbrands.de/reisen/" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('oc/http://www.mybestbrands.de/reisen/');" target="_blank">Reisen bei mybestbrands.de</a> zu Preisen an, die auch Reisemuffel überzeugen. Shopping in New York, orientalische Traumnächte in Marrakesch oder ein aufregender Segelturn durch’s Mittelmeer, auf mybestbrands.de findet sich unter Garantie die nächste Traumreise zum Schnäppchenpreis. Also, Bonne Voyage!</p>


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		<title>Urlaub auf der Perle des Mittelmeers: Korsika</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 09:16:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernie Ollefs</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>

		<category><![CDATA[Klettern]]></category>

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		<description><![CDATA[Wunderschöne Sandstrände, türkisblaues Meer, romantische Schluchten und unberührte Natur laden zum Korsika Urlaub 2010 ein. Das kleine Fleckchen französisches Mittelmeerparadies wird zurecht als „ Insel der Schönheit“ bezeichnet. Die Insel wurde in den letzten Jahrzehnten vom Massentourismus verschont und konnte sich so die typisch korsische Natur und Kultur erhalten auf die die Einwohner sehr stolz [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wunderschöne Sandstrände, türkisblaues Meer, romantische Schluchten und unberührte Natur laden zum <a title="Korsika Urlaub 2010" href="http://www.korsika.in" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('oc/http://www.korsika.in');" target="_blank">Korsika Urlaub 2010</a> ein. Das kleine Fleckchen französisches Mittelmeerparadies wird zurecht als „ Insel der Schönheit“ bezeichnet. Die Insel wurde in den letzten Jahrzehnten vom Massentourismus verschont und konnte sich so die typisch korsische Natur und Kultur erhalten auf die die Einwohner sehr stolz sind. Egal, ob Familien, passionierte Wanderer oder frisch Verliebte, Korsika ist eine Trauminsel, die einen unvergesslich schönen und entspannten Urlaub garantiert. Korsika wartet mit echten Überraschungen auf und kann auch kulturell überzeugen. Beispielsweise ist die Insel der Geburtsort einer der berühmtesten europäischen Persönlichkeiten: Napoleon Bonaparte.  Freheit, Gleichheit, Brüderlichkeit- Die Leitsätze der französischen Revolution wurden von Napoleon geprägt und sind noch heute Vorbild westlicher Demokratien. Darauf sind die Korsen zurecht stolz.</p>
<h2> Klettern auf Korsika</h2>
<p>Korsika ist das absolute Paradies für alle Kletterer. Die Insel besteht zu 86% auf Gebirgsland, nur 14% sind Küstentiefland. An Klettermöglichkeiten soll es somit nicht mangeln. Seit Jahren ist die Insel ein Paradies für erfahrene Kletterer, die sich durch trockene Canyons oder verschlungene Schmugglerrouten auf die Spitze der Berge hangeln. Doch auch Anfänger kommen dort auf ihre Kosten. Wichtig ist jedoch gerade beim Klettern, dass man nicht bei Null startet sondern vor dem Urlaub einen Kurs absolviert, in dem die wichtigen Basics vermittelt werden, auf die man dann beim Klettern im Urlaub aufbauen kann. Als alter Münchner, der auch häufig am Wochenende in die Berge fährt, habe ich damals einen <a href="http://klettern.kurs-muenchen.de " onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('oc/http://klettern.kurs-muenchen.de ');">Kletterkurs in München</a> gemacht und es nicht bereut. Man lernt die Abseiltechniken, das Bergen und bekommt grundsätzliche Techniken vermittelt. Ohne einen Kletterkurs sind abenteuerliche Besteigungen im Ausland nicht empfehlenswert.</p>


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		<title>Urlaub auf einem Weingut in der Toskana</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 13:01:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gunar Bodendiek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Italien]]></category>

		<category><![CDATA[Toskana]]></category>

		<category><![CDATA[Weingut]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es um den Haupturlaub des Jahres geht, gilt Italien nach wie vor als eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen. Besonders in der Toskana ist es im Spätsommer noch sehr schön.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Wenn es um den Haupturlaub des Jahres geht, gilt Italien nach wie vor als eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen. Besonders in der Toskana ist es im Spätsommer noch sehr schön. In diesem Jahr geht der Trend stark zu kurzfristigen Buchungen. Für Weinliebhaber und Genießer, die 2009 etwas später verreisen möchten, bietet der Ferienhausvermittler <a href="http://www.casamundo.de" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('oc/http://www.casamundo.de');" target="_blank">Casamundo</a> noch Ferienunterkünfte für jedes Budget, auch auf toskanischen Weingütern. </strong></p>
<p>Das Chianti-Weingebiet im Herzen der Toskana ist berühmt für seinen Weinanbau und Schlösser wie Castelli di Brolio und Meleto. Von September bis November findet in der Region jedes Jahr die Weinlese statt. Zu dieser Zeit feiert die Landbevölkerung die gute Ernte, wie zum Beispiel am zweiten Septemberwochenende auf dem größten Weinfest der Toskana, dem &#8220;Rassegna del Chianti Classico&#8221; in Greve in Chianti. Bei dieser Veranstaltung können die Besucher ein Probierglas und ein Gutscheinheft erwerben sowie die Produkte aller anwesenden Weingüter probieren.</p>
<p>In Zeiten der Unsicherheit suchen die Deutschen in der schönsten Zeit des Jahres nach Inspiration, Lebenssinn und neuen Einblicken. Entsprechend gefragt sind naturnahe Urlaubserlebnisse, wie zum Beispiel romantische Ferien auf einem italienischem Weingut. In der <a href="http://www.toskana-reise-info.de" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('oc/http://www.toskana-reise-info.de');" target="_blank">Toskana</a> gibt es unzählige Weingüter, die sogenannten Fattorien, auf denen Gäste oft auch übernachten oder sogar in den hauseigenen Weinbergen freiwillig mithelfen können.</p>
<p>In dem Steinlandhaus Il Molino beispielsweise kann man inmitten von Weinbergen und Olivenhainen entspannen und die Weinproduktion aus biologischem Anbau hautnah miterleben oder an einer Weinprobe teilnehmen. Das über Casamundo buchbare Ferienhaus befindet sich in Mercatale Val di Pesa in der Region Chianti, in der der Chianti-Wein Gallo Nero produziert wird.</p>
<p>Weinproben sind auch auf dem Landgut mit Schloss in Greve in Chianti möglich, bei dem renommierte Weine produziert und verkauft werden. Dort können Urlauber in einer Ferienwohnung im zentralen Teil des Landgutes oder im Schloss aus dem 16. Jahrhundert wohnen. Beeindruckend ist eine Besichtigung der Weinkeller des Schlosses.</p>
<p>Zu den besonders schönen und günstigen Objekten in der Toskana zählt das renovierte Bauerngut L&#8217;Ottavo, das von herrlichen Weinbergen und Wäldern umgeben ist und sich unweit eines kleinen Weilers befindet. Auch hier können die Weinkeller besucht sowie Olivenöl und Chianti Classico-Wein aus eigener Produktion erworben werden.</p>
<p>Wer auch Zuhause nicht auf das toskanische Flair verzichten möchte, dem sei ein <a href="http://www.wall-art.de/wandtattoo-toskana-2589.html" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('oc/http://www.wall-art.de/wandtattoo-toskana-2589.html');">Wandtattoo Toskana</a> ans Herz gelegt.</p>


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		<title>Gestrandet – Schiffswracks zwischen Dierhagen und Prerow</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 08:42:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Blum</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>

		<category><![CDATA[Schiffswrack]]></category>

		<category><![CDATA[Wracktauchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Häufig entdeckt man beim Strandspaziergang an der Ostsee Wrackteile, die an den Strand geworfen wurden und in vielen Gärten finden sich alte Anker, Beschläge und Spanten. Allein im Küstenabschnitt des Fischland und Darß sind Schätzungen zufolge ca. 500 Schiffe verunglückt, also etwa alle 100 m Küstenlinie ein Schiff. 
Bei der Mehrzahl der Seeunfälle handelte es [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Häufig entdeckt man beim Strandspaziergang an der Ostsee Wrackteile, die an den Strand geworfen wurden und in vielen Gärten finden sich alte Anker, Beschläge und Spanten. Allein im Küstenabschnitt des Fischland und Darß sind Schätzungen zufolge ca. 500 Schiffe verunglückt, also etwa alle 100 m Küstenlinie ein Schiff. </strong></p>
<p>Bei der Mehrzahl der Seeunfälle handelte es sich um Strandungen von hölzernen Segelschiffen. Bereits im Artikel „Der Schiffsfriedhof von Ahrenshoop“ (Adlershofer Flossenblätter 65/2007) berichtete ich über den Fund eines versandeten Wracks nur 50 m von der Küste entfernt. Eine Anfrage beim Landesamt für Kultur und Denkmalpflege hatte ergeben, dass es sich bei dem knapp 30 m langen und 7 m breiten Schiff wahrscheinlich um eine englische Brigg aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts handelt. Im vergangenen Sommer habe ich den Fundort immer wieder aufgesucht und mich auf die Suche nach weiteren Wracks begeben, u.a. nach den Überresten des finnischen Dreimastschoners „Janne“, der bei Dierhagen nur 30 m vom Strand entfernt auf Grund lief. Eine besondere Überraschung war, als ich dabei am Strand von Dierhagen auf einen Seehund traf.</p>
<p>Seit Beginn der schriftlichen Aufzeichnungen im 16. Jahrhundert sind an diesem Küstenabschnitt über 200 Unfälle registriert, bei denen ein Verlust eines Schiffes zu beklagen war. So ist im Prerower Kirchenbuch dokumentiert, dass in der Nacht vom 24. zum 25. November 1798 bei Darßer Ort ein schwedisches Schiff verunglückte. Von der Besatzung konnten nur noch drei Leichen geborgen und auf dem Friedhof von Prerow beerdigt werden. In der Weihnachtsnacht desselben Jahres strandete ein weiteres Schiff. Der schwedische Schiffer wurde ebenfalls in Prerow begraben. Er war in der Prerowbucht erfroren in seinem von Eis eingeschlossenen Boot aufgefunden worden, das im Schneetreiben mit einer Ladung Heringen gestrandet war. Am 8. November 1799 strandete an der Westseite des Darßer Ortes ein Schiff aus Stralsund und die Besatzung, bestehend aus 7 Zingstern, ertrank. 1804 erlitt ein Schiff mit einer Besatzung von 7 Engländern dasselbe Schicksal. Und so berichtet das Prerower Kirchenbuch fast Jahr für Jahr (u.a. Tödliche Unfälle zur See 1748 = 3, 1752 = 3, 1760 = 5, 1785 = 4, 1794 = 14, 1795 = 8, 1796 = 3, 1797 = 3, 1798 = 6, 1799 = 7, &#8230;).</p>
<p>Die Ursachen für die Schiffsunfälle waren vielseitig. Zu nennen sind insbesondere die vielen Untiefen an der Küste, wodurch die vielen Schiffsstrandungen hervorgerufen wurden. Am berüchtigsten war damals schon die ständig wandernde Spitze des Darßer Ortes und die Prerowbank. Die Schiffer navigierten meist nach den Informationen anderer Kapitäne. Ihnen fehlten zudem Instrumente, die eine genaue Ortsbestimmung erlaubt hätten und so waren die Seefahrer gezwungen, mit Landsicht zu fahren. Dies wirkte sich in der Nacht, bei Nebel, Seegang, Regen oder Schneesturm katastrophal aus. Infolge der starken Strömung am Fischland und Darß durch die meist aus westlichen Richtungen wehenden Winde kam es zu Stromversetzungen, d.h. das Schiff wurde nach Osten hin abgetrieben, obwohl der Steuermann den Kurs nach Kompass beibehielt. Dieser Küstenstrom erreicht eine Stärke bis zu 4 sm/h. Dadurch kamen die Schiffe dem Land unbemerkt nahe. Zu selten wurde das Lot geworfen, und oft war es zu spät, wenn das Schiff die erste Grundberührung hatte.<br />
Für die Darsser bedeutete die Strandung eines Schiffes oft die Aufbesserung des Haushaltseinkommens oder zumindest Baumaterial und Feuerholz. Zwar konnte nicht nachgewiesen werden, dass Strandungen auch absichtlich durch falsche Leuchtfeuer herbeigeführt wurden, doch häuften sich zu bestimmten Zeiten Urteilssprüche des Seefahrtsamtes, in denen von Unregelmäßigkeiten des Leuchtfeuers Darsser Ort die Rede ist. Es existieren auch vereinzelte Überlieferungen, wonach wehrlose, gestrandete Seeleute ausraubt oder sogar erschlagen wurden.</p>
<p>Seemannsgräber, deren Grabsteine mit Segelschiffreliefs verziert sind, kann man noch heute auf dem Friedhof von Prerow besichtigen und in Zingst steht ein Denkmal mit der Innenschrift: „Zur Erinnerung an die am 11. April 1913 bei Darßer Ort ertrunkenen Seeleute des gestrandeten Rahschoners Minna“. Weitere Zeugnisse für Schiffsunglücke sind in der Prerower Seemannskirche zu finden. Dort hängt über dem Eingang eine farbige Tafel, die einen Schiffsunfall darstellt. Sie wurde vom Vater eines 1690 bei einer Sturmflut hinter den hohen Dünen von Pramort in der Nähe der danach benannten „Dänenkuhle“ ertrunkenen dänischen Matrosen gestiftet.</p>
<p>Um neue Wracktauchplätze zu finden muss man nur in heimatgeschichtlichen Werken oder wissenschaftlichen Veröffentlichungen stöbern. Dort sind Dutzende Schiffsunfälle beschrieben, z.B. die Strandungen der Brigg „Evelyne“ aus Rostock, des Gaffelschoners „Auguste“ zwischen Ellerbeck und Prerow und der englischen Bark „Eden“ vor Althagen. Auch Zusammenstöße hat es gegeben. So wurde Anfang des 19. Jahrhunderts bei schwerem Sturm eine englische Brigg an die Küste geworfen und rammte ein Schiff, das gerade den Prerowstrom einfahren wollte. 1981 rammte der russische Schoner „Amalthea“ den Gaffelschoner „Emma Maria“ aus Barth, der daraufhin sank.</p>
<p>Das bekannteste Wrack dieser Region ist das des finnischen Dreimastschoners „Janne“. Der im Jahre 1896 in Dänemark gebaute Großsegler strandete in der Nacht vom 13. zum 14. November 1930 am Strand von Dierhagen. Ein schwer Sturm hatte das Schiff an die Küste getrieben. Es wird vermutet, dass die Besatzung Alkoholschmuggel betrieb, denn es sind größere Mengen Sprit beschlagnahmt worden. Die Matrosen waren offensichtlich vom Alkohol angetrunken und verwechselten die Orientierungsfeuer. Das Schiff lief mit vollen Segeln auf den Strand. Lange Zeit lag das Wrack am Strand sichtbar, bis es in der Nachkriegszeit Opfer des Brennholzmangels wurde. Das ehemals stolze Schiff wurde bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Heute sind nur noch bei Niedrigwasser einige wenige Teile zu sehen. Sie liegen etwa 100 Meter neben dem Hauptaufgang im flachen Wasser.</p>
<p>Vor Dierhagen strandeten auch der Schoner „Florentine II“, die „Skandinar“, die „Galears Hermine“ sowie der holländische Dampfer „Titan“. Schätzungen zufolge sind an der Küste des Darss und Fischland ca. 400 Schiffe gestrandet und ca. 100 gesunken, also etwa alle 100 m Küstenlinie ein Schiff. Es ist daher nicht ungewöhnlich, wenn man bereits wenige Meter von der Küste entfernt auf Teile historischer Schiffswracks stößt. So entdeckte ich im vergangenen Jahr vor Wustrow neben diversen hölzernen Wrackteilen auch eine dicke Ankerkette. Teilweise sind die Überreste bereits am Strand zu finden. Wer vermutet schon in dem mitten am Strand am Ostübergang von Prerow herausragenden Holzstück den Vordersteven eines 30 m langen Segelschiffs?</p>


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		<title>Kurz notiert: Seehundsichtung in Dierhagen</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 08:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Blum</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Ostsee]]></category>

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		<description><![CDATA[Während der Auskundschaftung neuer Wracktauchplätze auf dem Darß begegneten wir am 27. Juli 2008 am Strand von Dierhagen einem seltenen Gast – einem Seehund. Auf Bitte des Nationalparkamtes Vorpommern wurden die aufgenommenen Fotos an das Meereskundemuseum in Stralsund weitergeleitet, da anhand der individuellen Fellzeichnung eine Identifikation des Tieres möglich ist. Seit Anfang 2007 werden alle [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Während der Auskundschaftung neuer Wracktauchplätze auf dem Darß begegneten wir am 27. Juli 2008 am Strand von Dierhagen einem seltenen Gast – einem Seehund. Auf Bitte des Nationalparkamtes Vorpommern wurden die aufgenommenen Fotos an das Meereskundemuseum in Stralsund weitergeleitet, da anhand der individuellen Fellzeichnung eine Identifikation des Tieres möglich ist. Seit Anfang 2007 werden alle Seehunde und Kegelrobben der Region Fischland – Darß – Zingst – Rügen systematisch erfasst, um so das Wanderverhalten einzelner Tiere zu dokumentieren.</p>


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		<title>Mola mola</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 08:38:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Blum</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Bali]]></category>

		<category><![CDATA[Tauchen]]></category>

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		<description><![CDATA[„Neulich habe ich einen Kugelfisch gesehen.“ Ist doch nichts besonderes, werden einige denken. „Der Kugelfisch war aber ein ganzes Stockwerk hoch.“ Jetzt spinnt er völlig, ist die nächste Reaktion. Zu viel Stickstoff geatmet&#8230;
Die Geschichte ist aber wahr. Mitte November war ich im Süden Balis an der Insel Nusa Penida tauchen und traf dort auf eine [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>„Neulich habe ich einen Kugelfisch gesehen.“ Ist doch nichts besonderes, werden einige denken. „Der Kugelfisch war aber ein ganzes Stockwerk hoch.“ Jetzt spinnt er völlig, ist die nächste Reaktion. Zu viel Stickstoff geatmet&#8230;</p>
<p>Die Geschichte ist aber wahr. Mitte November war ich im Süden Balis an der Insel Nusa Penida tauchen und traf dort auf eine der faszinierendsten und mystischsten Kreaturen unserer Erde – den gigantischen Mondfisch. Mondfische können eine Körperlänge von etwa 3 Metern, eine Höhe von fast 4 Metern und ein Gesamtgewicht von über 2 Tonnen erreichen! Sie sind damit die größten Knochenfische der Welt. Laut Guinness-Buch der Rekorde wurde sogar einmal ein Riesenexemplar von 4,26 Metern und 2,235 Tonnen gefangen. Mondfische gehören zur Familie der Kugelfische, obwohl die Körperform weniger einer Kugel sondern eher einem Mühlstein ähnelt. Daher rührt auch der zoologische Name Mola mola (lat. mola = Mühlstein).</p>
<p>Eine Mondfisch-Fotopirsch war eigentlich nicht geplant. Vielmehr wollte ich an den strömungsreichen Tauchgründen rund um die Inseln Nusa Penida und Nusa Lembongan Haie fotografieren. Die starken und tückischen Strömungen mit häufig wechselnden Richtungen und Wirbeln sorgen für ein reichliches Großfisch-Aufkommen. Sie zählen zu den besten Tauchgebieten Balis. Ich hatte hier sogar das Glück, zwei Mondfische zu sehen. Der erste war recht schnell verschwunden, der zweite geduldete sich fairerweise so lange, bis ich ihn ausgiebig fotografieren konnte. Dann drehte er plötzlich ab und schwamm blitzschnell davon. Mondfische bewegen sich wie ein Drückerfisch, indem sie ihre Bauch- und Rückenflossen gleichzeitig nach rechts und nach links bewegen. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit sich die unbeholfen aussehenden Riesen fortbewegen können.</p>
<p>Der Mola mola brachte es noch zu einer weiteren Eintragung ins Guinness-Buch der Rekorde: Er ist mit bis zu 30 Millionen Eiern der Fisch mit den meisten potentiellen Nachkommen. Dennoch sind die Bestände stark gefährdet. Jedes Jahr verenden unzählige dieser faszinierenden Tiere als Beifang in den Treibnetzen der Schwertfischfangflotten oder an dem schwimmende Plastikmüll auf dem Meer, der Magen und Darm der Fische verstopft. Und obwohl er das Nervengift Tetrodotoxin (TTX) produziert, gilt er in Asien als Delikatesse. Taiwan und Japan sind die größten Abnehmer. Eine Woche vor meinem Mondfisch-Erlebnis bin ich ein paar Tage auf Taiwan gewesen und habe vielleicht unbewusst das eine oder andere Stückchen Mondfisch auf meinem Teller gehabt und die Wahrnehmung eines „stockwerkhohen Kugelfischs“ war nur die Folge von TTX und Stickstoff. Für mich jedenfalls war es ein wunderschöner Tauchgang.</p>


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		<title>Hier ist das Lächeln zu Hause</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 08:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Blum</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Kreuzfahrt]]></category>

		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>

		<category><![CDATA[Tauchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ist das Lächeln zu Hause. – Nein, ich bin nicht in Asien, sondern an Bord der AIDAcara auf einer Reise rund ums westliche Mittelmeer. Die Werbung des Kreuzfahrtveranstalters enthält ein Versprechen, an dessen Erfüllung mit allen Mitteln gearbeitet wird. Liebevoll bis ins kleinste Detail ausgestattet, bietet mein neues Zuhause auf See alle erdenklichen Annehmlichkeiten. [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hier ist das Lächeln zu Hause.</em> – Nein, ich bin nicht in Asien, sondern an Bord der AIDAcara auf einer Reise rund ums westliche Mittelmeer. Die Werbung des Kreuzfahrtveranstalters enthält ein Versprechen, an dessen Erfüllung mit allen Mitteln gearbeitet wird. Liebevoll bis ins kleinste Detail ausgestattet, bietet mein neues Zuhause auf See alle erdenklichen Annehmlichkeiten. Zu Hause ist, wo Sie mit AIDA sind, lautet das Motto. Von Mallorca über Malta nach Tunesien sollte die Reise gehen, dann weiter Richtung Sizilien, um meinem ehemaligen Chef Wolfgang von der Tauchbasis Sicilia-Divers einen Kurzbesuch abzustatten, und von hier nach Rom, Korsika, Cannes, Valencia und wieder zurück nach Mallorca.</p>
<p>Die Werbung verspricht nicht nur, dass man auf der Reise Spaß haben kann, sondern dass man ihn haben wird&#8230;auch unter Wasser. Drei Tauchlehrer und eine Tauchlehrerin standen bereit, um uns Gästen die schönsten Tauchplätze des westlichen Mittelmeeres näher zu bringen. Der Empfang war freundlich, das Einchecken mit Kontrolle des Ärztlichen Attestes und des Brevets verlief schnell und komplikationslos. Wie sich herausstellte, gehörte Tauchlehrer Marco laut Juli-Ausgabe der „unterwasser“ zur engeren Wahl der „Sexiest Tauchlehrer Alive“, was die weiblichen Gäste veranlassen sollte, einen Tauchkurs zu besuchen. Getaucht wird in Zusammenarbeit mit regional ansässigen Tauchbasen, jedoch mit schiffseigener Ausrüstung, die in einem sehr guten Zustand ist. Sämtliche Tauchgänge werden von AIDA-Tauchlehrern begleitet. Von Massenabfertigung kann keine Rede sein. Beim ersten Tauchausflug auf Malta war ich sogar der einzige Gast. Es folgte ein entspannter Tauchgang in der St. Pauls Bay, nicht zu tief, nicht zu lang, ganz „easy“. Sicherheit wird hier groß geschrieben.</p>
<p>Die „Fun and Easy“-Einstellung hat aber auch ihre Kehrseite. Viele interessante Tauchplätze bleiben dem AIDA-Taucher verschlossen, da sie entweder zu tief sind oder zu viel Strömung herrscht und für Taucher, die eigenverantwortliches Tauchen gewohnt sind, kann das Sicherheitsbestreben der Tauchlehrer leicht nervig werden. So entdeckte ich vor Cannes an einer schönen, mit roten Gorgonien bewachsenen Steilwand in einer Höhle eine Muräne und einen Congeraal, die von Dutzenden kleinen roten Putzergarnelen ihre tägliche Maniküre erhielten. Dieser Moment wurde lediglich durch ein ständiges Klappern gestört, mit dem der Tauchlehrer mir signalisieren wollte, dass ich schleunigst zu ihm aufschließen sollte. Tauchlehrer sind ja neuerdings mit Glöckchen, Rasseln, Tröten und anderen Geräuschmachern ausgestattet, um ihre anvertrauten Schäfchen im Zaum zu halten und sie wieder sicher zur Oberfläche zu geleiten. Auch wenn es gut gemeint ist, so möchte ich beim Tauchen meine Ruhe und nicht im Gänsemarsch durchs Riff geschleust werden. Aber alles für den Gast, ganz nach dem Motto: Halten Sie die Klappe und lassen Sie uns Profis nur machen. Was wahre Urlaubsfreunden sind und was nicht, wissen wir immer noch am besten. Dieses Phänomen treffe ich (leider) auf nahezu allen amerikanischen Tauchbasen an (die AIDA-Schiffe gehören dem amerikanischen Carnival-Konzern). Es soll sogar Tauchguides geben, die sich „Follow me“ auf ihre Flossen geschrieben haben.</p>
<p>Aber jeden Morgen in einem anderen Hafen aufzuwachen, neue Tauchplätze erkunden und abends an der Reling stehen und im Sonnenuntergang eine Gruppe Delphine zu beobachten, entschädigt für alles. Auf AIDAsehen!</p>


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		<title>Flusstauchen in der Spree</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 08:34:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Blum</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Flusstauchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Während einer Redaktionssitzung kam uns die Idee einen Strömungstauchgang im alten Spreearm westlich von Fürstenwalde zu unternehmen. Die Spree ist dort größtenteils naturbelassen und ein Paradies für Wasserwanderer. Unsere Tauchgangsplanung sah vor, uns von Hangelsberg ca. 4,3 km flussabwärts nach Mönchswinkel treiben zu lassen, wo wir unsere Fahrzeuge abstellen wollten. Bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 25 [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Während einer Redaktionssitzung kam uns die Idee einen Strömungstauchgang im alten Spreearm westlich von Fürstenwalde zu unternehmen. Die Spree ist dort größtenteils naturbelassen und ein Paradies für Wasserwanderer. Unsere Tauchgangsplanung sah vor, uns von Hangelsberg ca. 4,3 km flussabwärts nach Mönchswinkel treiben zu lassen, wo wir unsere Fahrzeuge abstellen wollten. Bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 25 bis 30 m/min hätte die Strecke ohne Flossenschlag in etwa 2,5 Stunden absolviert sein müssen. Soweit die Theorie.</p>
<p>Schon in den ersten Minuten nach dem Einstieg war klar, dass es ein interessanter und abwechslungsreicher Tauchgang werden wird. Wir trieben vorbei an ins Wasser gefallenen Bäumen und in der Strömung wehten mannshohe Wasserpflanzen. Wo dichter Bewuchs die Fließgeschwindigkeit verringerte, sahen wir allerlei Fische – Plötzen, Ukeleie, Flussbarsche und junge Hechte. Über weite Strecken war die Spree so verkrautet, dass es hieß Bauch einziehen und in Schnorcheltiefe treiben lassen; an anderen Stellen waren 3 bis max. 4,5 Meter Tauchtiefe zu erreichen. Die Sicht war überraschend gut. Auf dem Grund des Flussbetts filterten Süßwasserschwämme und Flussmuscheln die vorbeisausenden Schwebeteilchen aus dem Wasser. Durch die Grundreflexionen und Partikel herrschten schöne Lichtstimmungen.</p>
<p>Als nach 2 Stunden unsere Luftvorräte langsam zur Neige gingen, war die geplante Ausstiegsstelle in Mönchswinkel noch nicht in Sicht. Eine Viertelstunde später hieß es Auftauchen. Wo waren wir? Wir waren wir immer noch in Hangelsberg! Abweichend vom ursprünglichen Plan hatten wir eine Einstiegstelle am Ortseingang von Hangelsberg gewählt, wodurch sich unserer Einschätzung nach die Schwimmstrecke nur um einige Hundert Meter verlängerte. Aber weit gefehlt. Aufgrund des sich schlängelnden Flusslaufs hatten wir die tatsächliche Strecke völlig unterschätzt. Also mussten wir die weitere Reise zu Fuß antreten. Während sich Henner, Siggi und Katrin zurück zur Einstiegsstelle aufmachten, traten Andreas und Torsten sowie Jan und ich in unseren Taucheranzügen den Marsch Richtung Mönchswinkel an. Christiane bewachte derzeit die zurückgelassenen Tauchausrüstungen. Zu Fuß wären wir ewig unterwegs gewesen, aber ein Autofahrer hatte Erbarmen und brachte uns auf der Ladefläche seines Pick-ups nach Mönchswinkel.</p>
<p>Alles in allem kann ich nur sagen: Ein sehr gelungenes Taucherlebnis!</p>


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		<title>Schlachtenbummler und Schlammtaucher</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 08:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Blum</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Schatzsuche]]></category>

		<category><![CDATA[Schatztauchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schatzsuche ist ein Zauberwort, dass die meisten sofort in ihren Bann zieht. Und so war es kein Wunder, dass sich am 28. März 2008 etliche Taucher unseres Klubs zusammenfanden, um ein Wochenende lang im Schlamm der umliegenden Gewässer der ehemaligen Festungs- und Garnisonsstadt Küstrin nach Zeugnissen der bewegten Geschichte dieser Stadt zu suchen. Schaltzentrale, Proviantlager [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schatzsuche ist ein Zauberwort, dass die meisten sofort in ihren Bann zieht. Und so war es kein Wunder, dass sich am 28. März 2008 etliche Taucher unseres Klubs zusammenfanden, um ein Wochenende lang im Schlamm der umliegenden Gewässer der ehemaligen Festungs- und Garnisonsstadt Küstrin nach Zeugnissen der bewegten Geschichte dieser Stadt zu suchen. Schaltzentrale, Proviantlager und Ausgangspunkt für unsere Beutezüge war der „Fischereihof an der Festung Küstrin“ von Detlef Schneider.</strong></p>
<p>Am Samstagmorgen machten wir uns dann auf den Weg ins polnische Sarbinowo. Der kleine Ort liegt nur 10 km von der deutschen Grenze entfernt an der Straße von Küstrin nach Szczecin. Unter seinem früheren deutschen Namen, Zorndorf, ist dieses Dorf in die Geschichte eingegangen. Während des Siebenjährigen Krieges standen sich hier das preußische und das russische Heer erstmals gegenüber. In der Schlacht bei Zorndorf kam es am 25. August 1758 zum bewaffneten Aufeinandertreffen der Truppen König Friedrich II. und der russischen Streitmacht. Die Schlacht zog sich den ganzen Tag über in glühender Sommerhitze hin. Der sturmerprobte preußische Infanterieangriff konnte keine Bresche in die gegnerische Front schlagen und so wog der Kampf lange unentschieden hin und her, bis der linke preußische Flügel zurückwich. König Friedrich II. stieg daraufhin vom Pferd und führte seine Soldaten wieder dem Feind entgegen. Dennoch standen die Zeichen auf Niederlage. Erst am späten Nachmittag gelang es General Friedrich Wilhelm von Seydlitz durch eine Kavallerieattacke auf dem rechten Flügel die Entscheidung zu Gunsten Preußens herbeizuführen. Die Verluste waren auf beiden Seiten hoch. Insgesamt fielen an diesem Tag über 30.000 Mann auf dem Schlachtfeld.</p>
<p>250 Jahre später machten wir uns hier sowohl an Land als auch unter Wasser auf die Suche nach Zeugnissen dieser Schlacht. Uniformteile, Orden, Säbel und vielleicht sogar ein Teil der Regimentskasse warteten auf ihre Wiederentdeckung. Technische Unterstützung erhielten wir von Matthias Warmke, der uns als Repräsentant der Firma Secon Sicherheitstechnische Anlagen GmbH professionelle Ortungstechnik wie Unterwasser-Handsonden und Metalldetektoren für den Landeinsatz zur Verfügung stellte. Nach einer kurzen Einweisung tauchten Dieter, Tjado, Thomas und ich in einem nahegelegenen Waldsee ab. Die Sichtverhältnisse waren mehr als bescheiden; wir sahen sozusagen schwarz. Andererseits hatte die Suche mit einem Metalldetektor bei Nullsicht auch seinen besonderen Reiz. Es bestand immer die Möglichkeit, dass die nächste Suchbahn, diejenige sein könnte, die „den Volltreffer“ bringt. Doch sowohl im Schlammgrund des Sees als auch bei der Landsuche fanden wir mit Ausnahme eines historischen Fischspießes lediglich Hinterlassenschaften der jüngeren Geschichte, wie Patronenhülsen, ein Messer und eine zerborstene Feldflasche aus dem Zweiten Weltkrieg. Um das Schatzfieber am Glühen zu halten, versteckte Sylvio verdächtige „Goldmünzen“, die zunächst für allerlei Verwirrung und Spekulationen sorgten. Die einzige echte Münze fand Tjado am Sonntag im Schlamm des Trebuser Sees an einem verlorengegangenen Autoschlüsselbund. Aber auch ohne den erhofften Millionenfund war das Schatzsucher-Wochenende in Küstrin äußerst spannend und erlebnisreich. Die Aura geheimnisumwitterter Geschichte und die Hoffnung auf den großen Fund werden uns auch bei kommenden „Beutezügen“ begleiten&#8230;</p>


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		<title>Bis ans Ende der Welt: Schiffstagebuch einer Reise in die Antarktis</title>
		<link>http://www.travelholics.de/bis-ans-ende-der-welt-schiffstagebuch-einer-reise-in-die-antarktis/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 08:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Blum</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Antarktis]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Antarktis war noch vor hundert Jahren der letzte unerforschte Kontinent auf unserem Planeten. Das geheimnisvolle Südland verteidigte sich hartnäckig gegen Eroberung und Entdeckung. Die monatelange Dunkelheit der Polarnacht stürzte Menschen in den Wahnsinn oder die eisige Kälte ließ sie zugrunde gehen, vom Skorbut zerfressen, erfroren auf dem Eis neben dem Wrack ihres Schiffes, das [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Antarktis war noch vor hundert Jahren der letzte unerforschte Kontinent auf unserem Planeten. Das geheimnisvolle Südland verteidigte sich hartnäckig gegen Eroberung und Entdeckung. Die monatelange Dunkelheit der Polarnacht stürzte Menschen in den Wahnsinn oder die eisige Kälte ließ sie zugrunde gehen, vom Skorbut zerfressen, erfroren auf dem Eis neben dem Wrack ihres Schiffes, das sie bis zur Wasserlinie abgebrannt hatten, um das letzte bisschen Wärme herauszuholen. Sie ist der kälteste und windigste Ort der Erde, trockener als die Sahara und so kalt wie der Mars. Fallwinde rasen mit bis zu 300 km/h das Polarplateau herunter und die Temperaturen fallen bis auf minus 80 Grad. Trotz dieser Extreme gehören die eiskalten Meere rings um den Kontinent zu den artenreichsten Gewässern der Welt. Im antarktischen Sommer 2008 hatte ich die Möglichkeit diesen einzigartigen Kontinent an Bord eines warmen, komfortablen Schiffes im Rahmen einer <a href="http://www.kreuzfahrten-traumschiffe.de" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview('oc/http://www.kreuzfahrten-traumschiffe.de');">Antarktis Kreuzfahrt</a> hautnah zu erleben&#8230;</p>
<p><em><strong>13. Januar 2008, Port Stanley (Falkland Inseln)<br />
51°40´ südliche Breite, 57°50´ westliche Länge, Entfernung vom letzten Hafen 1.020 km</strong></em></p>
<p>Knapp eine Woche bin ich schon unterwegs. Berlin, Paris, Rio de Janeiro, Buenos Aires… Während an der Copacabana und am Strand von Ipanema noch sommerliche Temperaturen herrschten, wird es nun merklich ungemütlicher. Die Falkland-Inseln liegen etwa 650 km östlich der Südspitze Argentiniens im rauen Südwestatlantik. Das Klima ist kalt und windig. An rund 250 Tagen im Jahr regnet es und es weht ein ständiger Wind mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 30 km/h. Die Wintertemperaturen liegen im Schnitt bei 1,7° C, die Sommertemperaturen bei 9,4° C. Die Vegetation der Insel spiegelt die harten Bedingungen wider: Es gibt kaum Bäume, viele Gräser und niedriges Buschwerk.</p>
<p>Die Falkland-Inseln sind eines der letzten ungestörten Naturparadiese der Erde. Hier begegnete ich den ersten Pinguinen. Im Wasser sprangen Magellanpinguine und an der Sparrow Cove besuchte ich eine Eselspinguinkolonie, zwischen der sich ein stattlicher Königspinguin gesellt hatte. Die putzigen Tiere hörte und roch ich bereits aus großer Entfernung. Beim Näherkommen wurde ihr eselartiges Geschrei vernehmbar und die Luft stank nach Guano. Millionen von weißrosa Klecksen verrieten, dass sich die Tiere regelmäßig von Krill ernähren. Die kleinen Krebse ziehen neben Pinguinen die gesamte antarktische Prominenz bis hin zu den 100 Tonnen schweren Blauwalen in diese Gewässer. Davon zeugt der Walknochenbogen vor der Kathedrale von Port Stanley. Er besteht aus den Kieferknochen von zwei Blauwalen. In den Gewässern der Falkland-Inseln kommen insgesamt 14 regelmäßig auftretende Arten von Meeressäugetieren vor, u.a. Seeelefanten, Seelöwen, Schwertwale und mehrere Delfinarten, die hier regelmäßig vor der Bugwelle der Boote auftauchen. Leider hatte die örtliche Tauchbasis geschlossen&#8230;</p>
<p><em><strong>14. Januar 2008, Auf See (56°10´ südliche Breite, 56°17´ westliche Länge)</strong></em></p>
<p>Die Temperatur fällt weiter. Bei starkem Wind, dichtem Nebel und Nieselregen kämpfen wir uns weiter Richtung Süden. Plötzlich wälzt sich der Rücken eines Wales empor und eine Blassäule steigt in den Himmel. Wir erreichten die antarktische Konvergenz. Hier treffen die kalten, dichten und nahrungsreichen Wassermassen aus der Antarktis auf die wärmeren, nahrungsärmeren Strömungen aus dem Norden. Dieser den gesamten Kontinent umgebene Bereich markiert im biologischen Sinne die Grenze zur Antarktis.</p>
<p><em><strong>15. Januar 2008, Elephant Island (61°61´ südliche Breite, 54°54´ westliche Länge)</strong></em></p>
<p>Am Morgen sind die Süd-Shetland-Inseln in Sicht, ein wildes Gewirr von runden, schneebedeckten Kuppeln, hohen Bergspitzen, schimmernden Gletschern und nackten Felsen. Die Inselgruppe erstreckt sich 500 km in nordöstlich-südwestlicher Richtung entlang der Antarktischen Halbinsel. Die Inseln werden zwar von Großbritannien, Argentinien und Chile beansprucht, fallen aber unter den Antarktisvertrag, der keine staatliche Souveränität zulässt. Die Antarktis gehört niemanden. 1959 wurde der fünftgrößte Kontinent mit der Unterzeichnung des Antarktisvertrags zum Naturreservat erklärt. Im Jahre 1982 hat man den Schutz auf die umgebenden Ozeane ausgedehnt.</p>
<p>Wir passieren die ersten Eisberge. Gegen Mittag wird im Süden eine weiße Nebelwand sichtbar und es beginnt zu schneien. Das Wetter ist äußerst wechselhaft. Mal scheint die Sonne und eröffnet einen herrlichen Blick auf Elephant-Island, dann plötzlich zieht sich der Himmel innerhalb weniger Minuten wieder zu und es beginnt leicht zu schneien. Der Horizont ist mit dichtem Nebel verhangen. Als sich der Nebel lichtet, werden felsige Küsten und Bergspitzen sichtbar. Elephant Island besitzt aufgrund des rauen Klimas kaum Flora und Fauna, nur einige Eselspinguinkolonien und Robben leben hier.</p>
<p>Berühmt wurde die Insel als sie der Mannschaft Ernst Shackletons von April bis August 1916 als Zuflucht diente. Nachdem ihr Schiff HMS „Endurance“ vom Packeis eingeschlossen und zerstört wurde, rettete sich die Besatzung aufs Treibeis, welches sie an die Küste dieser Insel brachte. Der größte Teil der Gruppe verblieb auf Elephant-Island, während Shackleton mit fünf Gefährten in dem von der „Endurance“ geborgenen Rettungsboot „James Craid“ nach Südgeorgien aufbrach, um in der Walfängerstation Stromness Hilfe zu holen. 1.200 km über stürmisches, eisbedecktes Meer! Das Wagestück gelingt: Nach 16-tägiger Fahrt landen sie an der Nordwestecke Südgeorgiens. Am 30. August 1916 konnte Shackleton mit dem chilenischen Marneschiff „Yelcho“ die 22 Zurückgebliebenen retten, die viereinhalb Monate auf Elephant Island überlebt hatten.</p>
<p><em><strong>16. Januar 2008, Hope Bay, Antarktische Halbinsel</strong></em></p>
<p>Am frühen Morgen kreuzten wir um die Nordspitze der antarktischen Halbinsel in den Antarctic Sound. Unser Ziel war die Esperanza-Station in der Hope Bay. Gewaltige Tafeleisberge, einige davon bis zu einem Quadratkilometer groß, trieben in dieser Wasserstraße. Die Eisberge boten zwar einen majestätischen Anblick, doch sind sie bereits einer Vielzahl von Schiffen zum Verhängnis geworden und haben ihre Mannschaften stranden lassen. Einige verlorene Seelen haben dem Ort schließlich nicht umsonst den Namen Hope Bay, Bucht der Hoffnung, gegeben. Das auch die moderne Seefahrt den Tücken des Eises ausgesetzt ist, zeigte erst wenige Wochen vor meiner Abfahrt in die Antarktis das Schicksal des Kreuzfahrtschiffs „Explorer“, das einen Eisberg rammte und sank.</p>
<p><em><strong>Archtowski-Polarstation, King-George-Island (62°09´ südliche Breite, 58°28´ westliche Länge)</strong></em></p>
<p>Am frühen Nachmittag erreichten wir King-George-Island. Hier befindet sich heute die größte Konzentration von Forschungsstationen in der Antarktis, darunter das Dallmann-Labor des deutschen Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung. Unser Besuch erregte wohl etwas Aufsehen in der antarktischen Einöde, denn ein Hubschrauber der chilenischen Station umrundete unser Schiff. Später kam noch ein weiterer Hubschrauber und ein kleines Flugzeug hinzu. In der Admiralty Bay ankerten wir vor der polnischen Archtowski-Station und einige Wissenschaftler besuchten uns an Bord.</p>
<p>Die 1977 errichtete Polarstation ist nach dem polnischen Wissenschaftler Hendryk Arctowski benannt, der von 1897 bis 1899 als Mitglied der „Belgica“-Expedition zu den ersten Personen gehörte, der in der Antarktis überwinterte. Die „Belgica“ war einen Winter lang im Weddellmeer eingeschlossen und ist gewissermaßen zum Geisterschiff geworden. Die Mannschaft wurde von einer eigenartigen Melancholie befallen, die sich im Laufe der Wochen zu Depressionen und glatter Verzweifelung ausweitete. Die Diagnose des Arztes lautete: Polaranämie. Die Symptome waren bei allen ziemlich die gleichen: zunehmende Blässe des Gesichts, auffallende Fettigkeit der Haut, starker Haarwuchs wie bei Leichen, Anschwellungen an den Augen und Knöcheln sowie Kopfweh, Übelkeit und Schlaflosigkeit bei starkem Schlafbedürfnis. Ein Mann wurde von der Wahnvorstellung gepackt, die anderen Mannschaftsmitglieder wollten ihn umbringen, so dass er sich zum Schlafen jedes Mal in eine winzige Nische des Schiffes zwängte. Ein weiterer bekam hysterische Anfälle, die ihn für eine Weile taubstumm werden ließen. Am 5. Juni 1899 starb der belgische Physiker Emile Danco an Herzbeschwerden, die zum Teil auf seine Angst vor der Dunkelheit zurückzuführen waren. Er wurde nach Seemannsbrauch in einem Sack aus Segeltuch mit Gewichten an Beinen beschwert durch ein Eisloch im Meer begraben. Der Name „Dancoland“ – welches wir am Folgetag ansteuerten – bewahrt die Erinnerung an ihn.</p>
<p>Zur Bekämpfung der erschreckenden Symptome von Wahnsinn fingen die Männer der „Belgica“ an, im Kreis um ihr Schiff zu laufen. Die Strecke wurde später als die „Irrenhaus-Promenade“ bekannt. Des weiteren ordnete der Arzt an, dass – um die fehlende Sonne zu ersetzen – alle Patienten täglich eine Stunde nackt vor dem hellflackerndem Feuer sitzen und rundum ihre Haut bestrahlen lassen müssen. Dies zusammen mit einer Diät von Pinguin- und Robbenfleisch, Milch und Preiselbeersaft schlug jedenfalls so gut an, dass sich der Zustand der Mannschaft nicht verschlimmerte.</p>
<p><em><strong>17. Januar 2008, Im Palmer-Archipel (64°39´ südliche Breite, 62°52´westliche Länge)</strong></em></p>
<p>Wir nahmen Kurs nach Südosten und steuerten auf den Palmer-Archipel zu. Je weiter wir nach Süden vordrangen, um so tückischer wurde das Fahrwasser. Kleine Inselgruppen bildeten ein Gewirr von Unterwasserklippen, Eisberge kreuzten den Weg des Schiffes und die Wellen des Ozeans trieben Packeis herein. Keine leichte Aufgabe für unseren Kapitän. Auf dem Eis standen Pinguine, die die Vorbeifahrt unseres Schiffes beobachteten und Albatrosse zogen in ausgedehnten Flugschleifen um das Schiff.</p>
<p>Wir fuhren durch die Gerlache-Straße und den Neumayer-Kanal entlang der Küste von Dancoland. Jetzt im antarktischen Sommer schien die Sonne 24 Sunden. Am Nachmittag erreichten wir begleitet von einer Schule Orcas den südlichste Punkt unserer Reise, den Neumayer-Gletscher. Hier kehrten wir auf 64°39´ südlicher Breite und 62°52´ westlicher Länge um und nahmen wieder Kurs nach Norden. Während wir durch den von hohen Berggipfeln umgebenen Lemaire-Kanal fuhren, begegneten wir immer wieder riesigen Walen, die im nährstoffreichen Wasser nach Nahrung suchten. Ich versuchte die verschiedenen Arten anhand ihrer Blaswolken zu unterscheiden, was mir aber nur bedingt gelang. Früher tummelten sich die Fangflotten vieler Nationen in diesen Gewässern. Seit 1994 ein Walfangverbot in dieser Region erlassen wurde, scheinen sch die Bestände langsam wieder zu erholen.</p>
<p><em><strong>18. Januar 2008, Deception-Island (62°56´ südliche Breite, 60°38´ westliche Länge)</strong></em></p>
<p>Deception Island ist mit 98,5 km² eine der größten und imposantesten Vulkaninseln der Erde. Die Insel ist eine ringförmige Spitze eines aktiven Vulkans, dessen letzter Ausbruch im Jahre 1970 stattfand. Im Südosten ist der Vulkanring auf einer Breite von knapp 400 m unterbrochen. Durch diese Meerenge – Neptuns Blasebalg genannt – können Schiffe in den vom Meer überfluteten inneren Kratersee gelangen. Etwas vorgelagert liegen die steil aus dem Meer aufragenden Felsklippen „Sewing Machine Needles“ (Nähmaschinennadeln).</p>
<p>Am südöstlichen Außenrand der Insel befindet sich die felsige Landzunge „Baily Head“ mit einer der größten Brutkolonien von Zügel-Pinguinen der gesamten Antarktis. Die Population wird auf etwa 100.000 Brutpaare geschätzt.</p>
<p><em><strong>19. Januar 2008, Kap Hoorn (55°59´ südliche Breite, 67°16´ westliche Länge)</strong></em></p>
<p>Es folgte die Überfahrt von Deception Island quer über die ewig stürmische Drakestraße Richtung Kap Hoorn. Hier verloren in der Vergangenheit unzählige Seeleute ihr Leben. Die Männer wurden von den Stürmen der berüchtigten „Furious Fifties“, die zwischen dem fünfzigsten und dem sechzigsten Grad südliche Breite toben, direkt vom Deck in die tosende See gefegt. In der eiskalten See sollen mehr als 800 Wracks mit zehntausend Toten liegen. Die Umsegelung von Kap Hoorn konnte mehrere Wochen dauern und war mit großen körperlichen Strapazen verbunden. Die Kapumsegelung des Vollschiffs „Susanna“ im südlichen Winter 1905 dauerte ganze 99 Tage! Andere Kapitäne gaben auf und liefen die Westküste Südamerikas lieber über das Kap der Guten Hoffnung und Australien an. Selbst William Bligh, Kommandant der „Bounty“, hatte sich am 22. April 1788 nach mehr als vierwöchigem Kampf um das Kap entschlossen, lieber umzukehren und Tahiti über Afrika anzusteuern.</p>
<p>Doch die Antarktis verabschiedete sich liebenswürdig von uns. Außer dichtem Nebel und etwas Wind war die Überfahrt im allgemeinen recht ruhig. Selbst das Meer vor Kap Hoorn blieb glatt wie eine Tischplatte. Wir umrundeten nach altem Seemannsbrauch den Felsen und ließen das Nebelhorn dreimal ertönen. Wir waren wieder zurück in der Zivilisation.</p>


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